Devisenkonto Tipps zum anlegen

Welche Steuern fallen auf Gewinne von Devisenkonten an?

Steuerliche Betrachtung von Devisenkonten: innerhalb der Spekulationsfrist besteht für Gewinne aus Devisenkonten eine Steuerpflicht. Wurden keine Zinsen vereinnahmt und wurden die Währungsgewinne nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist erzielt, bleiben sie steuerfrei!

Devisenkonten werden unter Umständen gleich auf zwei Arten besteuert: Zum einen verlangt das Finanzamt einen Anteil an den Zinserträgen, zum anderen sind auch Kursgewinne, die innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist anfallen, steuerpflichtig. Bankguthaben in fremder Währung werden zudem nicht wie Guthaben in nationaler Währung behandelt.

 

Devisengewinne fallen steuerlich unter privates Veräußerungsgeschäft

Devisen zählen nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG hingegen zu den Wirtschaftsgütern. Ein Devisenkonto gilt hier ebenfalls. Wird der Betrag innerhalb eines Jahres in Euro zurück- oder in eine andere Währung umgetauscht, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor und der Wechselkursgewinn ist steuerpflichtig. Ein Kursverlust ist rück- oder vortragbar. Wird das Devisenkonto dafür genutzt, andere Wirtschaftsgüter anzuschaffen und erfolgt dies innerhalb eines Jahres nach dem Erwerb der Devisen, gilt dies ebenfalls als privates Veräußerungsgeschäft. Damit richten sich Währungsgewinne oder –verluste auch nicht nach dem Tag der Anschaffung der Devisen, sondern nach dem Tag des späteren Verkaufs des in fremder Währung erworbenen Wertpapiers und dem Umtausch des mit dem Wertpapier realisierten Veräußerungserlöses in Euro.

 

Achtung: Eine Verlängerung der Spekulationsfristist  möglich

Die Spekulationsfrist wird zudem erneut ausgelöst und würde auch durch folgende Wertpapierkäufe und –verkäufe erneut von vorne beginnen. Allerdings wird bei anteilig entnommenem Guthaben davor ausgegangen, dass das Kapital, das sich am längsten auf dem Konto befindet, nicht genutzt worden ist. Wer also beispielsweise durch ein Devisenkonto mit einem Gesamtkapital von 10.000 US-Dollar Aktienkäufe in Höhe von 5.000 US-Dollar tätigt, diese wieder verkauft und dann erneut 5.000 Dollar investiert, hat den Restbetrag von 5.000 Dollar nicht erneut veräußert.

Ein festverzinstes Devisenkonto fällt hingegen unter die Abgeltungssteuer. Anleger müssen diese Steuer auch bei deutschen Anbietern selbstständig an das Finanzamt abführen.

 

Literatur:

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Besteuerung von internationalen Finanztransaktionen

 

Weitere Infos

Kursgewinne mit Devisen erzielen

Währungsengagements haben spekulativen Charakter

Devisenkonten sind kostenlos

USD Devisenkonten sind beliebt

Der Dollar ist die Leitwährung

Gute Gründe: mit Devisen das Portfolio diverzifizieren

Kontoerffönung Inland versus Ausland (Privatpersonen)

Einlagensicherung

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

Copyright © 2015 Devisenkonto.de