Devisenkonto Tipps zum anlegen

Devisenhandel: Tipps für Anfänger

Auch wenn sich mit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 die Anzahl der europäischen Währungen verringert hat, stellt der internationale Devisenhandel noch immer den größten Finanzmarkt der Welt dar. Die englische Übersetzung für den Handel mit Fremdwährungen lautet Foreign Exchange Trading. Aus der Übersetzung leiten sich die Abkürzungen Forex Trading oder Forex ab, wobei Forex auch den Devisenmarkt bezeichnet. Anfänger sollten sich zunächst mit dem Thema beschäftigen und möglichst mit einem Demokonto  trainieren, bevor echte Einsätze über ein Devisenkonto gehandelt werden.

Der Währungshandel findet nicht mehr an einer Devisenbörse statt, sondern online. Folgende Handelspartner sind am Markt vertreten:

  • Länder
  • große Industrieunternehmen
  • Versicherungen
  • Banken
  • sonstige Finanzinstitute
  • Broker, die sowohl für institutionelle Händler als auch für Privatpersonen Aufträge platzieren

Die Devisenhändler können über das Internet rund um die Uhr mit den Währungen anderer Länder handeln. Im Interbankenhandel, an dem auch bedeutende Importeure und Exporteure teilnehmen, erfolgt die Orderabwicklung zum Teil auch telefonisch. Privatpersonen nehmen über einen Broker am Devisenhandel teil.

 

Den passenden Broker finden

Devisenhandel HandelsraumDie meisten Forex Broker sind online tätig. Private Devisenhändler können am heimischen PC ein Handelskonto eröffnen und müssen sich in der Regel über das Postident-Verfahren legitimieren. Nach Überweisung der Mindesteinzahlung kann der Händler sofort mit dem Devisen Handel online beginnen. Das am meisten gehandelte Währungspaar ist Dollar Euro.

Bei einem positiven Verlauf der Devisengeschäfte kann sich durch den Einsatz eines Hebels auch bei einem geringen Kapitaleinsatz ein hohes Guthaben auf dem Handelskonto befinden. Daher sollten die Devisen Trader auf den Geschäftssitz des Brokers achten. Forex Broker mit Sitz in Übersee oder außerhalb der Europäischen Union (EU) bergen das Risiko, dass bei einer Insolvenz des Anbieters die Kundengelder verloren gehen. Es gibt aber auch deutsche Broker, die unter der Aufsicht der BaFin stehen und die der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen. Durch einen Forex Broker Vergleich finden Devisenhändler den passenden Anbieter.

Neben der Sicherheit des eingesetzten Kapitals sollten Devisen Trader auf weitere Punkte achten, die einen guten Broker ausmachen:

  • Übersichtliche Handelsplattform
  • Zuverlässige und schnelle Orderausführung
  • Deutschsprachiger Kundensupport per E-Mail, Telefon oder Chat
  • Kostenloses Demokonto
  • Forex-Lexikon, FAQ und andere Nachschlageseiten
  • Webinare und weitere Fortbildungen
  • Hilfreiche Handelstool und Charts

 

Unterschiedliche Devisengeschäfte

Finanzinstitute und große Firmen wickeln unterschiedliche Devisengeschäfte ab. Zu den wichtigsten Geschäften im Handel mit Fremdwährungen zählen:

  • Devisenkassageschäft
  • Devisentermingeschäft
  • Devisenswaps
  • Devisenoptionen

Bei einem Devisenkassageschäft verkauft ein Teilnehmer eine Währung und erhält dafür von dem Käufer eine andere Währung. Es handelt sich also um einen Devisentausch, der auch die Grundlage für den Devisenhandel von Privatpersonen bildet. Kassageschäfte werden innerhalb von ein bis zwei Bankarbeitstagen abgewickelt, während bei den Termingeschäften mindestens drei Tage, aber auch mehrere Monate, bis zur endgültigen Abwicklung vergehen können. Die Handelspartner setzen Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung ein, zum Beispiel bei einem Exportgeschäft mit einem Zahlungsziel in der Zukunft. Bei einem Devisenswap kauft ein Trader Devisen als Kassageschäft und verkauft sie als Termingeschäft zu einem späteren Zeitpunkt. Auch Devisenswapgeschäfte dienen der Kurssicherung. Eine Devisenoption wird wie eine Wertpapieroption abgewickelt, nur mit dem Basiswert Fremdwährung. Die standardisierten Devisengeschäfte sind für institutionelle Teilnehmer gedacht, da große Beträge gehandelt werden. Für Privatpersonen eignet sich dagegen der Devisenhandel online mit Währungspaaren.

 

Der Handel mit Devisenpaaren

Der internationale Devisen Handel ist ein Devisentausch. Die Händler kaufen eine Währung und bezahlen mit einer anderen Währung. Darum werden die Devisenkurse jeweils für ein Paar angegeben. Wenn für das Devisenpaar EUR/USD ein Kurs von 1,1393 angezeigt wird, zahlt ein Händler 1,1393 USD für einen Euro. Jede Veränderung der letzten Nachkommastelle des Kurses wird Pip genannt. 

Die Handelsteilnehmer nutzen für die einzelnen Devisen international anerkannte Abkürzungen, die durch Codes gemäß ISO 4217 in der aktuellen Fassung ISO 4217:2015 bezeichnet werden. Die bedeutendsten Währungen der Welt bilden auch die am meisten gehandelten Devisenpaare:

EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD, USD/AUD

CHF/USD, USD/CAD, EUR/GBP

Devisenhändler nennen die häufig gehandelten Währungspaare auch Majors. Da die Majors etwa 75 % des weltweiten Währungshandels ausmachen, können Devisen Trader einen Kauf oder Verkauf innerhalb von Sekunden abwickeln. Die meisten Aktivitäten finden während der sogenannten London-Session zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr MEZ und während der New York-Session zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr MEZ statt. Doch auch während der übrigen Handelszeiten, die sonntags um 22.00 Uhr MEZ im australischen Sydney beginnen und am folgenden Freitag um 22.00 Uhr MEZ in New York enden, können Fremdwährungen online gekauft und verkauft werden.

 

Devisen Handel als Geldanlage?

In einigen Internetforen wird Forex Trading als eine moderne Form der Geldanlage bezeichnet. In Musterrechnungen erfahren die Anleger, wie sie mit einem geringen Geldeinsatz innerhalb kurzer Zeit einen großen Gewinn erzielen können. Die hohen Gewinnmöglichkeiten liegen an den Hebeln, auch Leverage genannt, die die Broker für den Devisen Handel anbieten. Setzt der Händler einen Hebel von 1:10 ein, handelt er mit einem Kapital von 100 Euro eine Position im Wert von 1000 Euro. Falls sich die Devisenkurse so verhalten, wie der Devisen Trader es erwartet hat, vervielfältigt sich der Gewinn entsprechend. Die Gefahr liegt jedoch darin, dass sich auch die Verlustrisiken erhöhen. Hat der Händler eine falsche Entscheidung getroffen, kann er das eingesetzte Geld komplett verlieren. Bei einigen Forex Brokern kann es außerdem zu einem Margin Call kommen, mit dem der Spekulant aufgefordert wird, weiteres Geld auf sein  Handelskonto einzuzahlen. Daher sollten Interessenten nach einem Broker suchen, der den Margin Call ausdrücklich ausschließt.

Für Anfänger im Devisenhandel empfiehlt sich ein Demokonto, das die meisten Forex Broker kostenlos anbieten. Auch wenn bei einigen Anbietern die Nutzungsdauer beschränkt ist, können neue Devisen Trader die Grundzüge des internationalen Devisenhandels kennenlernen. Dabei müssen die Händler aber beachten, dass die Demokonten häufig Gewinne simulieren, die im realen Handel so nicht erzielt werden.

Zahlreiche Devisen Broker führen Eigengeschäfte mit ihren Kunden aus. Das bedeutet, dass die Devisen Trader die einzelnen Positionen nicht zu den aktuellen Marktkursen handeln, sondern zu Kursen, die der Broker vorgibt. Da die Broker an den Kursen verdienen, vermindert diese Vorgehensweise den Gewinn der Trader. Weitere Kosten, die den Gewinn schmälern, entstehen durch kostenpflichtige Handelstools, Charts oder News, die die Broker ihren Kunden anbieten. Auch Überweisungen vom Handelskonto auf ein Konto oder eine Kreditkarte des Devisenhändlers sind oft kostenpflichtig oder die Anzahl der kostenlosen Überweisungen pro Monat oder pro Quartal ist begrenzt.

 

Literatur:

Automatischer Informationsaustausch mit den USA - FATCA- Abkommen Devisenhandel

Wirtschaft und Schule: Devisenhandel

 

 

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